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Renaturierung: “Betonkorsett der Kösch wird gelockert”
Aus der Stuttgarter Zeitung mit Statements von Edward-Errol Jaffke, 1. Vorsitzender des FVE

Als Kinderstube kommt die Körsch zur Zeit für viele Neckarfische kaum in Frage. Den Zugang zu möglichen Laichgründen verhindern die Zustände im Mündungsbereich. Dort sorgt eine Betonrinne für eine hohe Fließgeschwindigkeit.

Im Unterlauf ist das von den Fildern kommende Flüsschen auf einer Länge von rund 350 Metern in eine gleichförmige Betonrinne gezwängt. Die heute als Sündenfall der  Wasserbauer eingestufte Gestaltung des Mündungsbereichs lässt das Körschwasser flott in den Neckar ablaufen – für viele Lebewesen allzu flott. Sie können die Schussstrecke im Unterlauf nicht überwinden.

Jetzt ist eine Änderung in Sicht. Die Nachbarkommunen Esslingen und Dezisau, deren Marktungsgrenze genau in der Mitte des Gewässerbetts in Mündungsbereich verläuft, wollen das Betonkorsett gemeinsam lockern. Der Mündungsbereich wird als das Bindeglied zwischen den Gewässersystemen von Körsch und Neckar angesehen. In der jüngsten Sitzung des Esslinger Ratsausschusses für Technik und Umwelt war von einer Schlüsselfunktion eines naturnah gestalteten Mündungsbereichs die Rede.

Frühere Renaturierungsschritte in anderen Körschabschnitten – teilweise im Zusammenhang mit Ausgleichsmaßnahmen zur Flughafenerweiterung vorgenommen – können die erwünschte Wirkung nicht im  erhofften Umfang entfalten, weil die betonierte Rinne an der Mündung Fischen und Kleingetier den Zugang in die Körsch erschwert oder unmöglich macht.

Dezisau und Esslingen Hand in Hand

In einem Vertrag wollen sich die beiden Nachbarkommunen dazu verpflichten, “die Renaturierung der Körschmündung als gemeinsames Projekt durchzuführen”. Die Kosten dafür werden bei einer bis 1,5 Millionen Mark angesiedelt. Die Vertragspartner rechnen mit 75 Prozent Zuschüssen aus der Stiftung Naturschutzfonds und mit Geld nach den Förderrichtlinien der Wasserwirtschaft.

Rund ein Viertel der benötigten Summe wollen Deizisau und Esslingen je zur Hälfte beisteuern. Wenn die Finanzierung klappt, könnten die Arbeiten im Jahr 2002 anlaufen.
Vorgesehen sind unter anderem eine leichte Mäanderung im Unterlauf, eine geänderte Uferstruktur und eine Verbreiterung  des Körschbetts. Edward-Errol Jaffke von Esslinger Fischereiverein sieht in dem Vorhaben “einen guten Ansatz”. Die Entfernung der Betonrinne könne zur Belebung des Flüsschens beitragen, “das seit Jahrzehnten unser  Problemgewässer ist” (Jaffke). Die Umgestaltung passe gut in das Konzept “Ikone”, mit dem das Flussystem des Neckars ökologisch aufgewertet werden soll.

                                                              Quelle: Suttgarter Zeitung / EZ-extra, Helmar M. Heger

 “ Betonkorsett “ der Körsch auf der Gemarkung Deizisau