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Freud und Leid mit dem Naturraum
Der Fischereiverein Esslingen hat in seiner Vereinsgeschichte, die mit dem “Lebensraum Wasser” und besonders seinen Heimatgewässern, dem Neckar und seinen Nebenbächen, zwangsläufig eng verbunden sein
muss, “Freud und Leid” dieses bestehenden Naturraumes miterlebt.
Den unbändigen Neckar, mit
Überschwemmungsgebieten, ökologischen Nischen und einer damals großen Artenvielfalt; die aufkommende stärkere Industrialisierung, den Landschaftsverbrauch, die Kanalisierung, die das ökologische
System auch eine Zeit lang verkraftete, sich aber dann doch in vielen Teilen geschlagen geben musste.
Ausgerechnet die Fischer, die neben der Natur
insgesamt, als Hauptbetrogene vor einem ruinierten Wasser standen, anmahnten, die Nebenwirkungen der zum Teil rücksichtslosen Wassernutzung und Wasserverschmuzung aufzeigten, vor den Folgen warnten
und kostenintensive “Wiederbelebungsversuche”
durchführten, die sich oftmals bis in die jüngste Zeit völlig allein um den geschundenen Naturraum Gewässer und deren Randgebiete kümmerten, müssen sich heute zum Teil Angriffen erwehren von Verbänden, Organisationen und Parteien, die den Schutz der Natur erst viel später als sie entdeckt haben, als es nämlich “in” war, es auf seine Fahnen zu schreiben.
Fischer sind die “Naturschutzorganisation
Zum Glück haben wir auch
viele Freunde unter den Naturschutzverbänden und die Arbeit der Fischer – als “Naturschutzorganisation” – wird erkannt und anerkannt. Es wird zwischenzeitlich registriert, dass wir sachkundige und zuverlässige Partner für Probleme rund um’s Gewässer sind und wenn es um’s Zupacken, um die Arbeit am Wasser geht, man mit den Fischern, wie schon immer, rechnen kann. Eine ausgeprägte, naturbezogene Jugendarbeit, die aktive Beteiligung durch praktische, revierbezogene Mitarbeit und der fischereilichen Aufgaben bei vielen Anlässen belegen, dass die Fischer ihre Tätigkeiten und Aufgaben breitgefächterter sehen, als im Allgemeinen angenommen.
Mehr als
je zuvor braucht die Natur am und rund um’s Wasser die behütende Hand des Fischers. Die Artenerhaltung im freien Gewässer ist und zu danken, und keiner gesetzlichen Bestimmung. Kein Gesetzt ist imstande, den Bürger in die Pflicht zu nehmen und Säuberungsaktionen an Flüssen und Bächen oder Fischberge- und Kanalabschlägen zu verlangen, wie wir Fischer es praktizieren.
Wir Fischer tun diese Dinge nicht, weil das
Gesetz uns dazu verpflichtet, sonder weil es unser Revier ist, das wir aufbauen und gestalten, unser Gewässer, für das wir uns verantwortlichen fühlen. Wir freuen uns an einem gesunden
Fischbestand, wir nutzen und genießen die Natur wie jeder Bürger, die aber in der Regelu nur wenig oder nichts für die Erhaltung der freilebenden Tiere leisten.
Solche und jene Anderen Wir Fischer
werden deshalb auch in Zukunft unterscheiden müssen zwischen diesen und jenen, die vor den Schutz von Natur und Tier die Abschaffung von Fischerei und Jagd stellen. Angelfischen ist behutsames
Ernten. Ausgeplündert wird die Natur von vielen und anderen, die nichts dafür geben. Wer jedoch die Fischerei im Namen des Naturschutzes verbieten will, untersagt damit zugleich die gesamte,
umfangreiche, wissenschaftlich wohl fundierte, ökologische Schutztätigkeit der Angelfischer an den Gewässern.
Wir Fischer werden auch weiterhin für saubere
Flüsse, Bäche, Seen und natürliche Lebensbedingungen für unsere Fische im Wasser kämpfen. Wir wollen weiterhin für eine optimale und ökologisch ausgewogene Bewirtschaftung der Gewässer sorgen sowie
den Naturschutz als ganzes, also den Erhalt von Luft, Wasser und Boden betreiben, ums so uns allen eine Zukunft zu sichern. Der Verein will auch weiterhin Jung und Alt, Gesunden und Behinderten den
Zugang zu den Gewässern und somit zur Natur ermöglichen. Wir Fischer treten in erster Linie für einen Lebensraum ein, der auch unsere eigene Lebensgrundlage darstellt: das Wasser.
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