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Krebsfischen - Eine Gaudi, man glaubt es kaum Drei, die auszogen gen Meckesheim an die Elsenz....
von Rudi Wagner Es war am frĂĽhen Samstag morgen, gegen fĂĽnf
Uhr, als die drei - zwei Fischer vom FVE und ein Jäger - aufbrachen, um in dem kleinen Flüßlein Krebse zu fangen. Die drei hatten noch nie Krebse gefangen, aber schon viele, sagenumwobene
Geschichten über die Fangergebnisse vorheriger Fischer gehört, wonach die dort angesiedelten Signalkrebse zu Massen gefangen werden sollten: Man sprach von 20 kg Krebsen in 4 Stunden und mehr. Im
internationalen Netz wurde dies sogar auf Bildern gezeigt.
Gute Vorbereitung Trotz ihrer Zweifel bereiteten sich die drei gut vor. Zwei Senkstangen und vier Krebsteller wurden
eingepackt, dazu - als Köder - Weißfische in ausreichender Menge – und Leber! Hühnerleber, 2 mal 500 Gramm. Ferner nahmen die drei mehrere Plastikwannen – so wie sie es im internationalen Netz
auf den Bildern gesehen hatten - und die passenden Abdecknetze mit. Sowie eine Grillzange. Gegen 6.20 Uhr, kurz vor der Ausfahrt Sinsheim, 10 Minuten vor der Ankunft an der Elsenz, fiel einem der beiden
Fischer auf, dass er seine Köder – Weißfische - im heimatlichen Keller vergessen hatte. Die beiden anderen wussten nicht, was sie zuerst tun sollten, den armen Kerl bedauern oder lachen.
Sie entschieden sich fĂĽr das zweite.
Die drei kamen um 6.30 Uhr auf dem Festplatz im Meckesheim an, wo schon Jahrmarkt war. Gut 60 genauso „Verrückte“ wie die besagten drei standen bereit,
ihre Fischereikarten abzuholen, aber keiner von denen stand ohne Köder da Wie sich später herausstellte, waren an diesem Tag 100 Leute hinter den aus USA stammenden Gliederfüßlern her. An
dieser Stelle sei ein ausdrĂĽcklicher Dank an den Organisator gerichtet, der die Veranstaltung hervorragend managte.
”Nicht mehr zu bremsen” Nun, unsere drei waren inzwischen am
Wasser. Haben soweit alles vorbereitet, bis 08.00 Uhr. Um 08.00 Uhr macht in Meckesheim nämlich der REWE auf. Das ist wichtig zu wissen, insbesondere dann, wenn man zum Krebsfischen geht, und seinen
Köder vergessen hat. So machten sich der Jäger und ein Fischer auf, auf Kosten des Vergesslichen bei besagtem REWE 4 Forellen und ein weiteres kg Hühnerleber zu erwerben. Aber ab jetzt waren
die drei nicht mehr zu bremsen: Die beiden Fischer hoben alle 5 Minuten ihre beköderten Krebsteller aus dem Wasser, jedes Mal waren zwischen 5 und 20(!) Signalkrebse darauf!
Der Jäger war für
die Beköderung zuständig. Er entwickelte eigene, immer bessere Methoden, um die Fischfetzen und die Leber den Krustentieren zu präsentieren. Der arme Kerl hatte nicht mal die Zeit, sein Vesper zu sich
zu nehmen. Die beiden Fischer fingen und fingen und fingen…
Signalkrebse sind aggressive Tiere. Das weiß jetzt auch der Jäger, der zweimal geblutet hat, weil er die Grillzange nicht
benutzte. Die drei hatten zusammen soviel SpaĂź, wie seit langer Zeit nicht mehr!
Und die drei fingen weiter…
“Hochnäsige Fischer” Der Jäger ist eigentlich kein Fischer.
Aber der Jäger sagte den ganzen morgen den beiden Fischern, sie sollen doch mal den Platz wechseln. Wieder und wieder. Doch die beiden hochnäsigen Fischer lehnten dies aber immer wieder ab. Bis, ja bis
der Fang dünner wurde. Dann hörte einer der beiden auf den vom Jagdinstinkt getriebenen und aufgrund der vielen Krebsfänge unter Jagdfieber stehenden Jäger und suchte den besagten, anderen Platz
auf. Und hier kam es erst recht zu Massenfängen! 25, ja 30 Krebse waren jedes Mal im Netz! Die Fischer hören künftig auf den Jäger.
Gegen Mittag brachen die drei in Richtung Heimat auf, mit 400 Krebsen zwischen 8 und 22 cm im Gepäck. Nach einer wohlverdienten Pause
an des Jägers Haus kochten die drei ihre Krebse bis in die Nacht, um sie am nächsten Tag von den Schalen zu befreien und dann genüsslich mit Butter, Knoblauch, Kirschtomaten…
Fazit: Die drei waren sehr zufrieden mit sich, mit dem Fang, mit dem Tag. Und: Krebse fischen macht einfach SpaĂź!!!
Datum des Geschehens: 30. Juni 2007, Ort: Meckenheim
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