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„Die hieraus resultierenden
Gewässergütedefizite konnten inzwischen durch hohe Standards der Kläranlagen und der
Regenwasserbehandlungsanlagen merklich verbessert werden.“ Im Scharnhäuser Park in Ostfildern besteht ein auch für andere Neubaugebiete zukunftweisender Umgang mit Regenwasser. Mit Dachbegrünungen, durchlässigen Belägen für Verkehrsflächen, offenen Ableitungen, als Rückhaltebecken gestalteten Grünanlagen und Regenklärbecken fließt aus dem neuen Stadtteil für 10.000 Einwohner auch bei heftigen „Die hieraus resultierenden Gewässergütedefizite konnten inzwischen durch hohe Standards der Kläranlagen und der Regenwasserbehandlungsanlagen merklich verbessert werden.“
Ökologische Durchgängigkeit Im Scharnhäuser Park in
Ostfildern besteht ein auch für andere Neubaugebiete zukunftweisender Umgang mit Regenwasser. Mit Dachbegrünungen, durchlässigen Belägen für Verkehrsflächen, offenen Ableitungen, als Rückhaltebecken gestalteten Grünanlagen und Regenklärbecken fließt aus dem neuen Stadtteil für 10.000 Einwohner auch bei heftigen Gewitterregen nicht mehr Wasser der Körsch zu, als aus einem unbesiedelten Gebiet. Dass die bisher übliche Art der Regenwasserableitung zu einer Verschärfung des Hochwasserabflusses führt, wird zwischen Scharnhausen und Denkendorf im Gewann Hagebuch deutlich. Häufigere und schneller eintreffende Hochwasserwellen führen dort wie an vielen anderen Stellen zu erheblichen Eintiefungen und Uferabbrüchen. Diese Abflussbeschleunigung gilt es nach Meinung der Fachleute durch geeignete Maßnahmen zu bremsen.
Wichtig für die Aufwertung der Körsch ist eine ökologische Durchgänglichkeit für Fische und Kleinlebewesen. Landschaftsarchitekt Eberhard Schweizer vom Büro Wiedmann und Schweizer
erläuterte die Umgestaltung ehemaliger Wehre und Abstürze in wildbachartige
Gewässerabschnitte, sogenannte rauhe Rampen. Finanziert wurden diese Projekte, wie zahlreiche andere Maßnahmen auch, aus der Ausgleichsabgabe für den Ausbau des Flughafens Stuttgart, ergänzt um Mittel der Städte und Gemeinden. Auch die Fischer sind mit der Entwicklung in der Körsch zufrieden. „Mittlerweile haben wir wieder einen vielfältigen Fischbestand, der sich selbst vermehrt,“ stellten Rudi Wagner und Gottfried Welz vom Fischereiverein Esslingen fest. Einen weiteren Schub für die Körsch wird es im nächsten Jahr geben: Als Ausgleichsmaßnahme für die Messe soll der in den vierziger Jahren auf 350 Meter betonierte Mündungsbereich wieder in ein naturnahes Gewässer umgestaltet werden. Dies ermöglicht letztendlich wieder ein Einwandern von Fischen und anderen im und am Wasser lebenden Arten in die Körsch und ist gleichzeitig eine immense Bereicherung des Lebensraums Neckar.
Weitere Informationen: Landkreises Esslingen, Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz, Dr. Bernhard Fischer, Tel: 0711/3902-2480
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