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Am Samstag, den 18. Juni berichtete die Esslinger Zeitung unter der Überschrift “Gestörte Idylle auf den Kanälen”, dass sich “Angler gegen die neuen Angebote für Kanufahrer wehren” und dass der “Kanuverleiher den Freizeitwert der Stadt gefährdet sieht”: Hier der Link zum Artikel - unter dem zwei Leserbriefe von Kanuprtagonisten stehen:
http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel730610.cfm

Ebenfalls am 18. Juni gab es einen Artikel in der Stuttgarter Zeitung (Rubrik: Kreis Esslingen): Überschrift: “Kampf um die Hoheit in den Neckarkanälen”. Hier der Link, der zum Artikel führt:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.es-tobt-ein-kampf-um-die-hoheit-in-den-neckarkanaelen.a5787de9-ec39-43f5-9488 -a53c32ab046f.html

Unsere Positionen/Argumente zum Thema:

1. Die Solofahrten von Ungeübten oder mit den Besonderheiten der Stadtkanäle nicht vertrauten Leihkanubenutzern teils mit mehreren mietbaren Kanus – nicht die bekannten Touren mit den Großkanadiern, die eher dahintreiben – stellen für ein sensibles Gewässer wie die Esslinger Stadtkanäle, in dem es viele vom Aussterben bedrohte heimische Fischarten gibt und die auf der Roten Liste stehen, für die Fischarten und die Fortentwicklung ein großes Problem dar.

2.) Die negativen Auswirkungen auf Fischfortentwicklung und Fischartenvielfalt durch übermäßiges, unkontrolliertes oder wildes Kanufahren auf an und für sich ungeeigneten Gewässern oder an solchen Gewässerabschnitten mit Fischstand- und Laichplätzen stellen sich faktisch vielfältig dar, nachgewiesen in wissenschaftlichen Studien.

An etlichen Gewässern landauf landab, auch in den Esslinger Stadtkanälen, herrschen oft im Jahr an mehreren Abschnitten Wassertiefen von cirka 30 Zentimeter und weniger vor. Durch Paddel – und eben nicht durch die Boote selbst – entstehen Eintauchtiefen zwischen 20 und 30 Zentimeter, auch wissenschaftlich belegt (z.B. Lölf, 1993). Nicht nur der mechanische Kontakt beim Kanufahren durch Paddel am Gewässeruntergrund – und auch an den Ufern – haben negative Auswirkungen auf die Fischwelt und nicht zuletzt auf die Fischartenvielfalt (z.B. Nielsen,  1994; Seifert, 1997; Knösche, 2000; u.a.): der Schwarmzusammenhalt der Fische wird gefährdet, die Aktivitätenphasen der Fische verändern sich, die Laichaktivitäten werden gestört, Fische werden vom Laichplatz verjagt; bei wiederholten Störungen wird das Laichgeschäft abgebrochen; die Tiere werden aus den  energetisch gĂĽnstigen Standplätzen und Territorien vertrieben; Jungfische werden in den Uferzonen gestört bzw. in tiefere Bereiche verscheucht, was zu einer erhöhten Mortalität fĂĽhrt und noch anderes mehr; alles im Internet nachlesbar.

3.) Herr Weinberger hat einen gewerblichen Kanuverleih installiert, bei dem jeder sich in ein Kanu setzen kann, um die Esslinger Stadtkanäle in Eigenregie zu erkunden. Allerdings ohne sich hierfür eine Genehmigung beim Landratsamt eingeholt zu haben. Eine solche Genehmigung ist aber nun einmal für ein derartiges Geschäft Voraussetzung. Damit hat sich Herr Weinberger nicht an geltendes Recht gehalten, anders übrigens als ein Antragsteller im letzten Jahr, der ebenfalls Kanutouren durch die Esslinger Stadtkanäle (und auf dem Neckar sowie auf der Fils) gewerblich anbieten wollte und dessen Antrag vom Landratsamt Esslingen abgelehnt wurde.

4.) Mehrere von Herrn Weinberger getätigten Ă„uĂźerungen in den Medien, wie etwa …“Die (Jäger und Angler, Anmerk. der Red.)  wollen doch nur ungestört Tiere töten“…, entbehren jeder Sachlichkeit und sind absurde Gedanken.