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Vom Wildfluss zur Wasserstra√üe ‚Äď Fischfauna und Fischerei im Mittleren Neckar

Die gemeinsame Studie des Fischereiverbandes und des Regierungspr√§sidiums Stuttgart ‚ÄěVom Wildfluss zur Wasserstra√üe - Fischfauna und Fischerei im Mittleren Neckar‚Äú startete diesen September und l√§uft vier Jahre. Untersucht wird die Situation am Mittleren Neckar im Regierungsbezirk Stuttgart. Es wird die gew√§sser- und fischerei√∂kologische Situation dargestellt. Die in der politischen Verantwortung Stehenden, aber auch Beh√∂rdenvertreter und Fischereivereine sollen informiert sowie Fakten und Ma√ünahmenvorschl√§ge aufzeigen werden.

Die Fischerei z√§hlt zu den √§ltesten Nutzungen des Neckars. In der k√∂niglichen Oberamtsbeschreibung von Neckarsulm Neckar aus dem Jahr 1881 hei√üt es:"An Fischen ist der Bezirk sehr reich.". Zwischenzeitlich hat sich vieles ver√§ndert, Maifische und der Lachse kommen schon lange nicht mehr im Neckar vor. In j√ľngster Zeit wurden weitere Ver√§nderungen registriert. So waren jetzt Klagen der Fischereivereine √ľber massive Fangeinbr√ľche der Fischerei im Neckar Ansto√ü zu dieser Studie. Jahrhunderte lang diente der Neckar als Transportweg. Entlang der Schifffahrtsstrasse entstanden Industriebetriebe und immer dichtere Besiedlungen des Neckartals, verbunden mit einer immer intensiveren Gew√§ssernutzung und -belastung. Eine entsprechende Studie wurde bereits f√ľr den Unteren Neckar im Regierungsbezirk Karlsruhe in den Jahren 2004-2008 durchgef√ľhrt und findet jetzt im Mittleren Neckar seine Fortsetzung.

Untersuchungen auch in Oberesslingen-Deizisau
Bei der geplanten Untersuchung sollen wesentliche Typen an Fischlebensr√§umen im Neckars ber√ľcksichtigt werden, gem√§√ü ihrer Pr√§senz entlang des Neckarabschnittes im Regierungsbezirk Stuttgart. Dabei werden folgende Funktionstypen ber√ľcksichtigt: Hauptstrom und Altarme . Untersucht werden  die Neckarabschnitte Gundelsheim-Kochendorf, Altarm Neckarsulm, Hessigheim-Pleidelsheim, Altarm Pleidelsheim und Oberesslingen-Deizisau.

Die verschiedenen Abschnitte werden mittels Elektrofischerei und dem ergänzenden Einsatz von passiver Netzfischerei befischt. Die Fische werden registriert nach Art, Länge, Häufigkeit und Gewässerabschnitt.

Die Bewertungen der Ergebnisse orientiert sich an den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Aufgrund der erhaltenen Daten kann der aktuelle Zustand quantitativ und qualitativ bewertet und zuk√ľnftige Ma√ünahmenvorschl√§ge zur F√∂rderung der Fischlebewelt im Neckar erstellt werden.

Die Elektrofischerei ist eine Fischfang-Methode, bei der elektrischer Strom zum Fang der Fische eingesetzt wird. Dabei wird durch das Wasser ein Gleichstrom geleitet und bei sachgem√§√üer Anwendung schwimmen die im Stromkreis befindlichen Fische zur Anode, wo sie eingesammelt werden k√∂nnen. Mit dieser Fischereimethode sind Fische unter bestimmten Voraussetzungen relativ leicht zu fangen. Da bei nicht fachgerechter Anwendung ein Gefahrenpotential sowohl f√ľr die Fische als auch f√ľr den Anwender gegeben ist, unterliegt die Elektrofischerei strengen Regelungen.

Bei der Elektrobefischung wurden unter anderem Jungfische der Fischart Nase (Chondrostoma nasus) festgestellt.